Mexiko-Stadt im Rausch der Höhe und Rekorde

Von Rüdiger Fritz Wie sehr hatte das stolze und mit wachsendem Selbstvertrauen versehene Mexiko dieses Ereignis herbeigesehnt: die ersten Olympischen Spiele in Lateinamerika und in einem Entwicklungsland. Die Spiele der XIX. Olympiade in Mexiko-Stadt 1968 verblassen auch 50 Jahre später nicht in der Erinnerung als eine Veranstaltung mit sportlichen Höchstleistungen im Übermaß und kulturellen Höhepunkten. Über 3,8 Millionen Zuschauer verfolgten vom 12. bis 27. Oktober

,,Olympische Spiele“ als Überlebenskampf

Von Rüdiger Fritz Arkadiusz (,,Arkady“) Brzezicki ließ es sich auch im hohen Alter von über 100 Jahren nicht nehmen, regelmäßig wiederzukehren nach Dobiegniew, wie die kleine Stadt ab 1945 heißt und seitdem zu Polen gehört. Das war einst ein Ort des Grauens für ihn. Zu einer Zeit, als Leutnant Brzezicki im deutschen Kriegsgefangenenlager II C in Woldenberg, so der damalige Name der Stadt im östlichen

Vom Dorf hinaus in die Welt

Die Postverwendung vom Olympischen Dorf 1936 in Berlin Von Rüdiger Fritz Das Sonderpostamt des Olympischen Dorfes war bereits dreieinhalb Wochen in Betrieb, als am 20. Juni 1936 mit einem Teil der japanischen Mannschaft die ersten Sportler in die Unterkünfte eingezogen sind, und sogar 66 Tage vor der Eröffnung der Spiele von Berlin am 1. August. Am 27. Mai wurde es eröffnet und tat seinen Dienst

Das Schneevorspiel von Chamonix

Von Rüdiger Fritz Männer der Tat waren schon immer gefragt. Während sich das IOC noch zierte, vom 25. Januar bis 5. Februar 1924 im französischen Chamonix-Mont-Blanc erstmals Olympische Winterspiele auszurichten und nicht nur – wie geschehen – eine Internationale Wintersport-Woche unter seinem Patronat, wurden in dem Ort am Fuße des mit 4810 Metern höchsten Berges der Alpen klare Fakten geschaffen. Wie von Geisterhand aufgezogen wehte

Vom Schlachtfeld in die olympische Arena Antwerpens

,,Sport und Spiel können ein völliger und echter Ersatz für Krieg und Mord sein.“ – Albert Schweitzer Von Rüdiger Fritz Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 tauschte Pierre de Coubertin die Soldatenuniform der französischen Armee wieder gegen seine perfekt sitzenden Anzüge ein. Der Baron schlüpfte kurz nach Friedensbeginn auch in eine andere gewohnte Rolle. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte in den

Olympischer Schatz auf einer Sammlerbörse

Von Rüdiger Fritz In Deutschland angefeindet und mit einer Wettkampfsperre bedroht, in Griechenland jedoch bejubelt und sogar von dessen König bewundert – für die deutsche Turnriege geriet der  erfolgreiche Auftritt bei den ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen auch zu einem Wechselbad der Gefühle. Für die Männer um den Riegenführer Fritz Hofmann war bei dem Fest am Fuße der Akropolis aller Ärger vergessen,

Blende auf! Herr Meyer inszeniert das Komitee

Von Rüdiger Fritz und Volker Kluge Über das „Comité Internationale des Jeux Olympiques“, so die die Bezeichnung des IOC bei seiner Gründung am 23. Juni 1894, dem Schlusstag des Olympischen Kongresses in Paris, schrieb Pierre de Coubertin in seinen Erinnerungen: ,,Mir wurde freie Hand bei der Wahl der Mitglieder des IOC gelassen. Die Vorschläge wurden ohne jegliche Änderung gewählt; [….] Niemand schien bemerkt zu haben,

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