Der lange Weg zu den Winterspielen

Der Wintersport ist mit dem Eiskunstlauf bereits 1908 in London und 1920 in Antwerpen im Rahmen der Sommerspiele olympisch, in der belgischen Diamantenstadt gesellt sich Eishockey hinzu. Die Geburtsstunde eigenständiger Winterspiele schlägt erst 1924 in dem französischen Alpenort Chamonix. Doch diese Veranstaltung am Fuße des Mont Blanc ist zunächst nur ein Anhängsel - als Teil der Spiele der VIII. Olympiade, der Olympischen Sommerspiele im selben Jahr in Paris. Erst 1926 auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lissabon erfolgt im Nachhinein die Anerkennung als erste Olympische Winterspiele.
Dass der Durchbruch so spät gelingt, liegt zum Teil ausgerechnet am IOC-Gründer und langjährigem Komitee-Präsidenten Pierre de Coubertin, der seinen Widerstand spät fallen lässt. Der Sonderumschlag des Vorbereitungskomitees von Chamonix zeigt, wer den Hut aufhat: das Organisationskomitee der Sommerspiele von Paris, das auch für die ,,Internationale Wintersport-Woche“ in den Alpen zuständig ist. Der seltene Sonder-Bandwerbestempel aus Chamonix enthält noch keinen olympischen Hinweis und kündigt eine Wintersport-Veranstaltung im Januar 1924 an.
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