Eine Spezialität vom Lago Albano

Als Rom die Olympischen Sommerspiele 1960 erhält, gilt es als ausgemachte Sache, die grandiosen antiken Stätten einzubeziehen. Die Ringer kämpfen in der Basilica des Maxentius im Forum Romanum. In den Thermen des Caracalla wird dem Turnen die Bühne geboten. Am Turm des Kapitols erfolgt der Start zum Marathonlauf, der die letzten knapp 11,5 Kilometer über die Via Appica Antica führt und am Konstantin-Triumphbogen mit dem Sieg des Barfußläufers Abebe Bikila aus Äthiopien endet. Die beiden Olympia-Briefmarkenausgaben Italiens vom 23. Juni 1959 und 25. Juni 1960 mit insgesamt 14 Werten stehen dem nicht nach und bilden einige dieser Bauwerke ab.
Die Wettbewerbe im Rudern und Kanurennsport werden auf dem malerischen Lago Alabano bei Castelgandolfo ausgetragen. Von dort geht eine Postkarte nach Frankreich auf die Reise, versehen mit Motiven von der römischen Wölfin mit Romulus und Remus - gleichzeitig das Emblem der Spiele -, dem Brunnen des Dioscures, dem Olympiastadion und dem Palazzo dello Sport sowie dem olympischen Handstempel vom Sonderpostamt am Lago Albano. Die Spezialität der eingeschriebenen Karte besteht in dem R-Zettel mit dem Aufdruck ,,ROMA - LAGO LABANO". Es existieren nur sehr wenige Postsendungen mit Sonder-Einschreibezetteln von den Wettkampfstätten und dem Olympischen Dorf.
Der Albaner See ist im Rudersport heute noch ein Begriff. Denn bei der Regatta 1960 wird ein Markierungssystem mit dem Namen ,,Albano" eingeführt, das weiterhin besteht. Das sind unter Wasser verlaufende Stahlseile, die an Bojen befestigt werden und die sechs Wettkampfbahnen für die Boote festlegen.
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