Olympisches vom Telegraphenamt

Mit St. Moritz wird von der IOC-Exekutive erstmals ein Ort betraut, ein zweites Mal Olympische Winterspiele zu veranstalten. 20 Jahre nach den Spielen von 1928 kann in der Schweizer Alpengemeinde komplett auf die damaligen Wettkampf-Stätten zurückgegriffen werden, die nur teilweise erneuert werden müssen. Angesichts der Not nach dem Zweiten Weltkrieg ist das ein unschätzbarer Vorteil. Während bei den Sommerspielen die Zählweise im vierjährigen Olympiade-Zeitraum weiter erfolgt, auch wenn die Veranstaltung ausfällt, ist das bei dem weißen Pendant nicht der Fall: St. Moritz richtet vom 30. Januar bis 8. Februar 1948 die V. Olympischen Winterspiele aus, die 1940 in Garmisch-Partenkirchen stattfinden sollten.
1948 ist im Gegensatz zu 1928 die Philatelie ein Begleiter der Spiele. Die Schweizer Post gibt eine Serie von vier Sonder-Briefmarken heraus, deren Entwerfer Alex Walter Diggelmann olympische Erfahrung besitzt. Bei den Sommerspielen 1936 in Berlin gewann er im Kunstwettbewerb in der Kategorie Gebrauchsgrafik die Goldmedaille für ein von ihm gestaltetes Plakat. Des Weiteren weisen ein Maschinen-Werbestempel und ein Handsonderstempel auf die Winterspiele in St. Moritz hin.
Das Sonder-Telegraphenamt verwendet einen dreizeiligen Stempel mit Hinweis auf das Ereignis. Das Pressezentrum und das Telegraphenamt sind untergebracht im Hotel du Lac in St. Moritz-Bad, das gleichzeitig als Unterkunft für Presseleute dient. Das Zentrum wird von dem staatlichen Post- und Telekommunikationsbetrieb PTT unterhalten, der weitere für die Berichterstattung erforderliche technische Geräte wie Fernschreiber und Telefone installiert. Die 498 akkreditierten Pressevertreter aus 38 Ländern können im Telegraphenamt Eilmeldungen absetzen oder empfangen. Die Schweiz entsendet 86 Medienpersonen und damit die meisten aller Länder zu den Winterspielen, gefolgt von den USA (69) und Schweden (58).
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