Erneut Anhängsel einer großen Ausstellung

Zum großen Verdruss von Coubertin sind auch die Spiele der III. Olympiade 1904 in St. Louis lediglich ein Anhängsel einer großen Ausstellung: der Louisiana Purchase Exposition, die anlässlich des 100. Jahrestages des Verkaufs der französischen Kolonie Louisiana („Louisiana Purchase“) für 15 Millionen Dollar durch Konsul Bonaparte an die USA ausgerichtet wird. Eigentlich hatte das IOC 1901 die Spiele an Chicago vergeben, an das Coubertin seit der Weltausstellung von 1893 gute Erinnerungen hat. Doch dann entscheidet US-Präsident Theodore Roosevelt die Spiele nach St. Louis zu verlegen, das damals die viertgrößte Stadt der Welt ist, und dem IOC-Präsidenten bleibt nichts anderes übrig, als sich zu fügen. Coubertin ahnt nach den Erfahrungen von 1900 in Paris nichts Gutes und sagt die Reise nach St. Louis ab.
Die „Louisiana Purchase“ beginnt am 30. April 1904. Die ersten Sportwettkämpfe ziehen sich 1. Juli bis 23. November hin. An die Olympia-Philatelisten haben die Organisatoren nicht gedacht. Sie müssen sich mit dem Sonderstempel der Ausstellung zufrieden geben, zu der außerdem eine Sonderserie mit fünf Briefmarken erscheint. Der Höchstwert von 10 Cents bildet dunkel markiert das Louisiana-Gebiet von 1803 ab und wird auf einer eingeschriebenen Ganzsache nach Deutschland als Zusatzfrankatur verwendet.
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